MHD – Mindesthaltbarkeitsdatum [Was bedeutet das eigentlich?]

Nicht jedem ist klar, was das Mindesthaltbarkeitsdatum [abgekürzt MHD] tatsächlich bedeutet. Auf jeder Verpackung eines in Deutschland gewerblich verkauften Lebensmittels ist dieses Datum aufgedruckt.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum besagt, bis wann ein Lebensmittel mindestens bei sachgerechter Lagerung haltbar ist, ohne dass die Qualität des Produktes beeinträchtigt ist. Natürlich ist das Lebensmittel in der Regel auch nach diesem Tag noch einwandfrei und kann verzehrt werden. Dies bedeutet also, dass das Lebensmittel nicht nach Ablauf des MHDs entsorgt werden muss. Nicht zu verwechseln ist das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verzehrdatum: das Verzehrdatum gibt an, bis wann ein Produkt verzehrt werden darf; danach sollte man das Produkt nicht mehr essen. Das Verzehrdatum gilt bei schnell verderblichen oder sehr empfindlichen Lebensmitteln wie beispielsweise Hackfleisch.

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Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird vom Produzenten des Lebensmittels vergeben. Es gibt hier keine gesetzlichen Vorgaben; der Lebensmittelhersteller ist allein verantwortlich.

Als Verbraucher sollte man sich auf seine Sinne verlassen, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist. Wenn Lebensmittel nach den Empfehlungen des Produzenten [bsp. Käse – im Kühlschrank, in Originalverpackung oder Nudeln – trocken, kühl, dunkel] gelagert werden, können diese selbstverständlich auch nach Überschreiten des MHDs verzehrt werden.

Sollte ein Lebensmittel trotzdem schimmeln, kann es manchmal doch noch gerettet werden:

Feuchte Lebensmittel [bsp. Konfitüre], die schimmeln, dürfen nicht mehr verzehrt werden. Die Schimmelsporen verteilen sich durch die Feuchtigkeit im gesamten Produkt. Anders bei trockenen Waren wie Brot. Hier müssen Schimmelpartien großzügig weggeschnitten werden, dann kann der Rest trotzdem noch verzehrt werden.

Als Fazit kann man also sagen, dass man Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, nicht zwangsweise entsorgen muss. Dadurch kann man Geld sparen, Ressourcen und Umwelt schonen sowie Müll vermeiden.

Unser Käse ist für Vegetarier geeignet

Diese Überschrift klingt erst einmal ziemlich selbstverständlich; geht man doch landläufig davon aus, dass Käse nur Milch enthält und somit keine Bestandteile von totem Tier.

Ursprünglich jedoch wurde zur Herstellung von Käse Lab aus Kälbermägen verwendet, um die Milch überhaupt erst gerinnen zu lassen. Nicht nur Vegetarier wollen wissen, welches Lab bei der Produktion verwendet wurde. Auch Personen mit bestimmten [Lebensmittel-]Allergien müssen auf tierisches Lab verzichten.

In Deutschland sind drei unterschiedliche Labarten zur Produktion von Käse zugelassen:

  • tierisches Lab [aus Kälbermägen]
  • mikrobielles Lab [dieses wird in Fermentern unter Zuhilfenahme von Schimmelpilzen hergestellt]
  • gentechnisches Lab [seit 1997 in Deutschland als Labersatzstoff zugelassen]

Besonders häufig kommt gentechnisches Lab in Käsen aus den USA, einem der weltweit größten Käseproduzenten, und England vor.

Die Lebensmittel in Deutschland unterliegen strengen Gesetzen. Manche Inhaltsstoffe wie Calcium, Säuerungsmittel oder eben auch das verwendete Lab müssen danach jedoch nicht gekennzeichnet werden. Lediglich der Käseproduzent kann also genau Auskunft geben, welches Lab bei der Produktion zum Einsatz kam.

Die Wasserburger Biokäse Manufaktur GmbH verwendet ausschließlich mikrobielles Lab. Auf gentechnisch veränderte Produkte verzichten wir in unserem Unternehmen gänzlich. Auch um Vegetariern und Lebensmittelallergikern den Genuss unserer Käsekreationen zu ermöglichen und aufgrund unserer ethischen Ansprüche setzen wir keine Produkte, die aus totem Tier hergestellt wurden, zur Poduktion ein.