MHD – Mindesthaltbarkeitsdatum [Was bedeutet das eigentlich?]

Nicht jedem ist klar, was das Mindesthaltbarkeitsdatum [abgekürzt MHD] tatsächlich bedeutet. Auf jeder Verpackung eines in Deutschland gewerblich verkauften Lebensmittels ist dieses Datum aufgedruckt.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum besagt, bis wann ein Lebensmittel mindestens bei sachgerechter Lagerung haltbar ist, ohne dass die Qualität des Produktes beeinträchtigt ist. Natürlich ist das Lebensmittel in der Regel auch nach diesem Tag noch einwandfrei und kann verzehrt werden. Dies bedeutet also, dass das Lebensmittel nicht nach Ablauf des MHDs entsorgt werden muss. Nicht zu verwechseln ist das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verzehrdatum: das Verzehrdatum gibt an, bis wann ein Produkt verzehrt werden darf; danach sollte man das Produkt nicht mehr essen. Das Verzehrdatum gilt bei schnell verderblichen oder sehr empfindlichen Lebensmitteln wie beispielsweise Hackfleisch.

Neuer Ordner 2014-12-141

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird vom Produzenten des Lebensmittels vergeben. Es gibt hier keine gesetzlichen Vorgaben; der Lebensmittelhersteller ist allein verantwortlich.

Als Verbraucher sollte man sich auf seine Sinne verlassen, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist. Wenn Lebensmittel nach den Empfehlungen des Produzenten [bsp. Käse – im Kühlschrank, in Originalverpackung oder Nudeln – trocken, kühl, dunkel] gelagert werden, können diese selbstverständlich auch nach Überschreiten des MHDs verzehrt werden.

Sollte ein Lebensmittel trotzdem schimmeln, kann es manchmal doch noch gerettet werden:

Feuchte Lebensmittel [bsp. Konfitüre], die schimmeln, dürfen nicht mehr verzehrt werden. Die Schimmelsporen verteilen sich durch die Feuchtigkeit im gesamten Produkt. Anders bei trockenen Waren wie Brot. Hier müssen Schimmelpartien großzügig weggeschnitten werden, dann kann der Rest trotzdem noch verzehrt werden.

Als Fazit kann man also sagen, dass man Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, nicht zwangsweise entsorgen muss. Dadurch kann man Geld sparen, Ressourcen und Umwelt schonen sowie Müll vermeiden.

Focaccia [mit Altem Butaro©]

Focaccia mit Tomaten und Rotem Zibbentaler

300 g Mehl                                                                     1 TL Salz

1 Päckchen Trockenhefe                                              2 EL Olivenöl

lauwarmes Wasser                                                        3 Tomaten

150 g Alter Butaro©                                                      1 Knoblauchzehe

Salz, Pfeffer                                                                   Öl für das Backblech

Zubereitung

  1. Mehl, Salz und Trockenhefe miteinander vermischen. Das Öl sowie lauwarmes Wasser zugeben und daraus einen Hefeteig herstellen. Je nachdem, wie trocken oder feucht das Mehl ist, kann mehr oder weniger Wasser benötigt werden. Den Teig an einem warmen Ort, bedeckt mit einem Tuch gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
  2. Die Tomaten  kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und nach ca. 1 Minute kalt abschrecken. Dadurch lassen sich die Häute leicht entfernen. Die Tomaten in Scheiben schneiden. Den alten Butaro© entrinden und fein reiben. Knoblauchzehe enthäuten und würfeln oder in sehr dünne Scheibchen schneiden.
  3. Den Ofen vorheizen [Ober-/Unterhitze 230°, Umluft 200°] und das Backblech dünn mit Öl bestreichen. Den Hefeteig noch einmal kurz durchkneten und auf dem Backblech ausrollen. Die Tomaten darauf geben und einige Minuten backen. Den alten Butaro©, Knoblauch sowie Salz und Pfeffer über den Tomaten verteilen und fertig backen, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt sowie der Teig gar ist.

Wer möchte, kann zum Servieren Rucola oder Basilikum auf der Focaccia verteilen. Dazu passt ein grüner Salat mit einem Dressing aus weißem Balsamico, etwas Öl und Zitronensaft.

Unser Käse ist für Vegetarier geeignet

Diese Überschrift klingt erst einmal ziemlich selbstverständlich; geht man doch landläufig davon aus, dass Käse nur Milch enthält und somit keine Bestandteile von totem Tier.

Ursprünglich jedoch wurde zur Herstellung von Käse Lab aus Kälbermägen verwendet, um die Milch überhaupt erst gerinnen zu lassen. Nicht nur Vegetarier wollen wissen, welches Lab bei der Produktion verwendet wurde. Auch Personen mit bestimmten [Lebensmittel-]Allergien müssen auf tierisches Lab verzichten.

In Deutschland sind drei unterschiedliche Labarten zur Produktion von Käse zugelassen:

  • tierisches Lab [aus Kälbermägen]
  • mikrobielles Lab [dieses wird in Fermentern unter Zuhilfenahme von Schimmelpilzen hergestellt]
  • gentechnisches Lab [seit 1997 in Deutschland als Labersatzstoff zugelassen]

Besonders häufig kommt gentechnisches Lab in Käsen aus den USA, einem der weltweit größten Käseproduzenten, und England vor.

Die Lebensmittel in Deutschland unterliegen strengen Gesetzen. Manche Inhaltsstoffe wie Calcium, Säuerungsmittel oder eben auch das verwendete Lab müssen danach jedoch nicht gekennzeichnet werden. Lediglich der Käseproduzent kann also genau Auskunft geben, welches Lab bei der Produktion zum Einsatz kam.

Die Wasserburger Biokäse Manufaktur GmbH verwendet ausschließlich mikrobielles Lab. Auf gentechnisch veränderte Produkte verzichten wir in unserem Unternehmen gänzlich. Auch um Vegetariern und Lebensmittelallergikern den Genuss unserer Käsekreationen zu ermöglichen und aufgrund unserer ethischen Ansprüche setzen wir keine Produkte, die aus totem Tier hergestellt wurden, zur Poduktion ein.

 

Allgäuer Spinatspätzle [Vegetarisch]

Spätzle selber machen ist keine Kunst! Man braucht dazu lediglich einen guten Spätzlehobel, dann ist es beinahe ein Kinderspiel.

Allgäuer Spinatspätzle

Zutaten

300 g Mehl                                             3 Eier

1 TL Salz                                                  150 g Spinat, püriert

1 kleine Zwiebel                                     100 g Pilze

etwas Butter                                           Salz, Pfeffer

100 g MUH!sana©                                  100 g roter Zibbentaler©

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, Eier, Salz und den Spinat dazu geben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem zähflüssigen Teig verarbeiten. Sollte die Masse zu trocken sein, kann etwas Wasser oder Milch zugegeben werden.

In einem weiten Topf Wasser zum Kochen bringen und salzen. Bevor die Spätzle ins Wasser gegeben werden, die Temperatur herunterdrehen – das Wasser sollte nicht sprudelnd kochen. Neben der Herdplatte eine Schüssel mit lauwarmem Wasser bereit stellen, in die die fertigen Spätzle gegeben werden. Den Spätzlehobel auf den Topfrand setzen, einen Teil des Teiges darauf geben und mit Hilfe des Aufsatzes oder Spatels durch die Löcher geben. Fertige Spätzle steigen im Wasser nach oben. Die Garzeit beträgt je nach Wassertemperatur ca. 1 bis 3 Minuten. Die gegarten Spätzle mit einem Schaumlöffel in die bereitgestellte Schüssel geben. Durch das kühlere Wasser wird der Kochprozess gestoppt, die Teigwaren kleben aber nicht zusammen. Den gesamten Teig zu Spätzle verarbeiten.

Den Backofen auf 200 °C, Ober- und Unterhitze oder 180 °C, Umluft vorheizen.

Die Zwiebeln fein hacken, Pilze in dünne Scheiben schneiden. Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und das Gemüse darin anschwitzen. Garen, bis die Flüssigkeit, die aus den Pilzen austritt, verdampft ist. Die Spätzle abseihen, mit den Pilzen mischen und mit Salz und Pfeffer pikant würzen. Diese Masse in eine Auflaufform geben. Den roten Zibbentaler© entrinden und würfeln oder reiben. MUH!sana© und roten Zibbentaler© über die Spätzle geben und im Ofen überbacken, bis die Oberfläche gebräunt ist.

Dazu passt ein grüner Salat.

Goaßengold© [Unsere neueste Kreation]

Goassengold

Unser Goaßengold© ist ein Weichkäse aus pasteurisierter Ziegenmilch und Rotkulturen. Dadurch ergibt sich auch die Naturrinde. Er wird nach Romadur-Art hergestellt, ist aber viel milder als der klassische Romadur.

Der Geschmack ist nach der dreiwöchigen Reifezeit betont kräftig und würzig, die Konsistenz ist leicht cremig bis speckig. Ein Goaßengold© wiegt ca. 160 g. Der Ziegenkäse hat eine Mindesthaltbarkeitsdauer von 40 Tagen.

Wie alle unsere Käse wird auch der Goaßengold© mit mikrobiellem Lab hergestellt und ist somit für Vegetarier geeignet.

Vollkornfladen mit Schafsfrischkäse

Diese herzhaften Vollkornfladen haben den Kollegen hervorragend zur morgendlichen Frühstückspause geschmeckt. Bei diesem Rezept verwendete ich einen Klassiker unseres Hauses, den Roten Zibbentaler©, sowie eine neue Kreation unserer Käsemeister: Zibbenfrischkäse©.

Vollkornfladen

Für 16 Stück braucht man

500 g Weizenvollkornmehl                                       Salz [ca. 1 TL]

1 Würfel frische Hefe                                                   1 TL Zucker

2 EL Walnuss- oder Olivenöl                                      1 Bund Petersilie

1 Bund Frühlingszwiebeln                                          125 g Schinken, gewürfelt

100 g roter Zibbentaler©                                            250 g Zibbenfrischkäse©

1 Ei                                                                                 schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Salz                                                                               zum Servieren: Kresse

Zubereitung

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen und mit der Hand eine Mulde in die Mitte des Mehls drücken. Die Hefe hineinbröckeln und den Zucker zugeben. Mit 300 – 350 warmem Wasser und Öl verrühren. Dann das Ganze mit den Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und an einem warmen Ort [bsp. Ofen bei ca. 30 °C] mit einem Tuch bedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Inzwischen die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln von den Wurzeln befreien und in feine Röllchen schneiden. Den Schinken und den den roten Zibbentaler© in kleine Würfel schneiden. Für den Belag der Vollkornfladen Zibbenfrischkäse© mit rotem Zibbentaler©, Petersilie und den Frühlingszwiebeln in einer Schüssel verrühren, Schinkenwürfel unterheben und mit Pfeffer und Salz kräftig abschmecken. Zum Schluss das Ei kurz unterrühren.

Den Backofen auf 250 °C [Umluft 230 °C] vorheizen. Den Teig mit der Hand nochmals durchkneten, in 16 gleichgroße Portionen teilen und auf bemehlter Arbeitsfläche zu runden Fladen mit ca. 10 cm Ø ausrollen. Mit etwas Abstand zueinander auf drei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und pro Fladen mittig 1 – 2 EL von der Käsemasse darauf verstreichen. Nacheinander auf der untersten Schiene, bei Umluft alle Bleche gleichzeitig ca. 15 Minuten backen. Vollkornfladen aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit Kresse bestreut servieren.

Die Fladen schmecken warm oder kalt. Dazu passt ein kühles Radler oder ein kräftiger Wein.

Busana© [Bio-Ziegenfrischkäsespezialität]

Unser handgeschöpfter Bio-Ziegenfrischkäse, der nach altem Handwerkswissen hergestellt wird, unterliegt einem fortlaufenden Reifeprozess. Anhand der Bilder möchten wir Ihnen zeigen, wie sich unser Busana© während der Reifung verändert.

Busana 3-2

Während der Produktion werden spezielle Edelschimmelpilzkulturen zugefügt. Danach durchläuft der Busana© in unseren eigens dafür geschaffenen Reiferäumen eine besonders auf ihn abgestimmte Käsepflege.

Busana mittleres Reifestadium-2

Nach einer Woche wird unser Ziegenfrischkäse verpackt. Durch den Reifungsprozess wächst Weißschimmel (ein Pelzchen) auf der Oberfläche. Dieser Prozess läuft auch in der Verpackung weiter. Durch das Pelzchen-Wachstum und den natürlichen Abbauprozess des Edelschimmels kann sich die Verpackung leicht aufblähen.

Beide Eigenschaften stellen keinerlei Qualitätsminderung dar. Im Gegenteil, sie sind Zeichen optimaler Reifung.

Busana gereift-2

Bis zur Vollreifung verändert sich die Oberfläche weiter. Nach zwei bis drei Wochen beginnt die Oberfläche, Adern auszubilden und hat eine leicht samtige Haut. Während der Reifezeit verändert der Busana© seinen Geschmack von säuerlich-erfrischend zu kräftig-sahnig.

Auch dieses stellt keine Qualitätsminderung dar. Es zeigt nur die typischen Eigenschaften des Busana©.

Hier zeigen wir eine Rezeptidee mit unserem Busana©.